Für keinen Bereich geben die Krankenkassen so viel Geld aus wie für Behandlungen in Krankenhäusern, insgesamt rund 55 Milliarden Euro. Die Frage ist nun, wofür wird diese enorme Summe aufgewendet, wer wird behandelt und welche Krankheiten? Die Barmer GEK hat diese Frage in ihrem neuen Report beantwortet, für den mehrere Millionen Patientendaten des Jahres 2009 ausgewertet wurden. Die Aufenthalte der Patienten in Krankenhäusern gehen seit Jahren zurück. Der Grund hierfür ist die Umstellung der Vergütung von der Dauer des Aufenthalts auf Fallpauschalen. Die einzelnen Aufenthalte gehen zwar zeitlich zurück, dafür werden die Deutschen aber immer öfter in eine Klinik geschickt. Hierbei ist die Menge der Klinikaufenthalte von Bundesland zu Bundesland verschieden, beim Spitzenreiter Hamburg wurden im Schnitt achteinhalb Tage pro Behandlung benötigt, Niedersachsen kommt auf gut sieben Tage. Aber auch weitere Flächenländer liegen über dem Bundesdurschnitt bei den Versicherten unter 65 Jahren. Die vier Bundesländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen waren 2009 Spitzenreiter bei der Anzahl der Klinikaufenthalte. Bei den Häufigkeiten der behandelten Krankheiten nehmen die psychischen Erkrankungen rapide zu. Von den zehn häufigsten Diagnosen gehörten allein die ersten drei zu dieser Gruppe. Auch Erkrankungen des Herzens, sowie Brüche und Arthrose gehören zu den Spitzenreitern. Zudem werden auch immer mehr neue Hüft- und Kniegelenke vergeben, gesamter Kostenpunkt hierfür sind rund 2,9 Milliarden Euro.